Gestern in Österreich

oder wie jahrelange Indoktrination endet.

Aufgrund des herrlichen Wetters entschlossen sich mein Nachbar und ich, einen Berggasthof aufzusuchen, um dort die Aussicht auf Berge und Landschaft zu geniessen. Im Grunde nichts besonderes, aber wenn, ja wenn….

Zwei ältere Damen fragten uns, ob sie am Tisch platznehmen dürften. Wir bejahten diese Frage und im Laufe der folgenden halben Stunde entwickelte sich ein Gespräch, dass, wie fast immer, in der Österreichischen Politik endete. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass die Dame mir gegenüber eine altgediente Sozialistin und Freundin der Grünen ist. Ich hörte mir einige Minuten an, wie schlecht die die ÖVP, die FPÖ und die NEOS sind. Dann aber musste ich sie unterbrechen und Fragen, wo die Vorteile bei Grün und Rot sind. Zu Rot stammelte sie etwas von: „Arbeiter verraten“ und bei Grün ganz klar, der Umweltschutz. Das Fass, mein Fass, brachte es aber zum überlaufen, als sie mir erklärte, dass trotz des Verrates der Roten, sie ein treue Rotwählerin sei. Ich erkannte, dass diese Frau, eine Pensionistin, einer Doktrin folgt, die man ihr vermutlich schon als Kind eingetrichtert hat.

Ich hatte Mitleid und klärte sie über den heutigen Sinn der SPÖ und der Grünen auf. Nahm kein Blatt vor den Mund und fügte auch die kriminellen Verfehlungen dieser Organisationen hinzu. Natürlich bestritt sie die Verflechtungen der SPÖ zu irgendwelchen Grundstücksgeschäften, den verursachten Mehrkosten an Spital Nord, usw. . Dann klärte ich sie über die Grünen auf, denn nach dem Umweltschutz hat diese Sekte kein interessantes Programm mehr. Sie wollte diese beiden Organisationen in Schutz nehmen wo es nur ging, einzig und allein, die Argumente fehlten ihr.

Interessant wurde es dann, als sie mir erklärte, dass die SPÖ und die Grünen gegen den Rechtsradikalismus kämpfen. Jetzt war sie mir in die Falle gegangen. „Was ist Rechtsradikalismus“, fragte ich sie. Sie erläuterte, dass die FPÖ rechtsradikal sei und deshalb bekämpft werden muss. „Nennen Sie mir bitte Beispiele“, war meine Antwort. Es kam folgendes. Die FPÖ will die Heimat schützen und ist gegen Zuwanderung. Ich stimmte ihr zu, fragte aber, was denn verwerflich sei, wenn man die Heimat schützen wolle? Es kamen die üblichen Aussagen, die wieder im Rechtsradikalismus endeten. Sie war siegessicher, aber ich fragte, was denn Heimat sei? „Österreich nennt die FPÖ Heimat.“ Ich ließ meine Gedanken verbal freien Lauf und konterte, warum sie ihre Heimat nicht mag?“ „Nein, den Begriff Heimat hat schon Hitler verwendet.“ Ich nickte wiederum zustimmend. „Das mag ja sein, aber ist es nicht Ihre Heimat, ist es nicht der Berg auf dem wir sitzen, ist es nicht die wunderschöne Landschaft die Sie genießen, ist es nicht Ihre Heimat, wo Sie zu Hause sind und das wollen Sie zerstören lassen?“ Als ich dann noch anfügte, dass genau diese Parteien, deren Doktrin sie folgt, handeln wie einst die Nationalsozialisten, was Meinungsfreiheit betrifft, dass diese beiden Parteien dem stalinistischen und maoistischen Stumpfsinn folgen, kam als Antwort:

„Sind Sie ein Identitärer?“

Und wieder hatte ich sie soweit. Nach meinem „Nein“ fragte ich nach, warum die Identitären, die ich wohl kenne, denn ihrer Meinung nach so schlecht seien. Wie ein Hamster im Rad kamen nun dieselben Aussagen wie zur FPÖ. „Und außerdem sind das Neonazis!“, endete sie. Ich bat diese arme Frau mir zu erklären, wo sie denn den Begriff „Neonazi“ mit den Identitären verbindet.

„Die machen Anschläge und sind Terroristen.“ Wieder bat ich Sie mir zu sagen, wo und wann die Identitären diese Anschläge verübt haben. Wie erwartet war sie mit ihrem Latein am Ende. „Das ist mir egal, ich wähle die SPÖ“, sagte sie zu mir, während sie aufstand und mit ihrer Freundin ging.

Nun weiß ich aber, warum diese Linken einem Gespräch ausweichen. Sie haben, wenn man nachfragt, keinerlei Antworten, ausser dem Quatsch, den die Partei/en vorschreiben. Und wie immer, wenn einer mal genauer fragt, dann kann es nur ein Identitärer, Rechter oder Neonazi sein.